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Fachartikel

Migräne-Prophylaxe muß individuell erfolgen

Um das häufige Wiederauftreten von Migräne-Attacken zu vermindern, ist eine beständige Mitarbeit der Patienten gefragt. An erster Stelle steht, den Tagesablauf gleichmäßig zu gestalten. Dazu muß eine ausreichende und gleichbleibende Schlafzeit gefordert werden. Auch regelmäßige Mahlzeiten gehören zum Bestandteil einer erfolgreichen Migräne-Prophylaxe. Besonders bei Schulkindern mit Migräne-Anfällen ist ein gutes Frühstück unabdingbar, damit sie auch ohne Medikamente die Schulzeit inklusive Sportunterricht anfallfrei überstehen.

Bei der Arbeit sollten regelmäßig kurze Auszeiten (5 Minuten/Stunde) eingelegt werden, während derer erlernte Entspannungsübungen (z.B. progressive Muskelrelaxation nach Jacobson, Biofeedback) eine günstige vorbeugende Wirkung ausüben. Auch regelmäßiger Ausdauersport hat sich zur Prophylaxe bewährt.

Migräne-Auslöser, die bei den einzelnen Patienten sehr unterschiedlich sein können, müssen vermieden werden.

Reichen diese Maßnahmen nicht aus, sollte eine medikamentöse Prophylaxe erprobt werden, mit dem Ziel, die Frequenz der Attacken so weit wie möglich zu reduzieren. So können die Häufigkeit der Einnahme von Kopfschmerzmitteln möglichst niedrig gehalten und damit die gefürchteten durch Schmerzmittel ausgelösten Kopfschmerzen vermieden werden. Erfolge bei der medikamentösen Prophylaxe stellen sich allerdings nicht kurzfristig ein. Die Entscheidung für ein Medikament muß individuell für den Patienten getroffen werden und durch den Facharzt erfolgen.

Quelle: Dr. A. Heinze, Kiel, Schmerztag 2002

2002, Autor: Dr. A. Heinze, Kiel

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