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Fachartikel

Muskuloskelettale Schmerzen in der Bevölkerung

Der Begriff "Muskuloskelettale Schmerzen" ist als Diagnose international festgelegt. Er umfaßt Schmerzen bei entzündlichen und degenerativen Erkrankungen der Gelenke, der Knochen, der Wirbelsäule, der Sehnen, der Muskeln und angrenzender Gewebe.

Ungefähr die Hälfte aller Patienten, die mit Schmerzen einen Arzt aufsuchen, klagen besonders über Schmerzen im Muskel- oder Skelettsystem. Allerdings suchen aber nur 50% der Betroffenen medizinische Hilfe.
Die Resultate umfangreicher Untersuchungen zu diesem Thema haben gezeigt, daß 40% der Befragten in den letzten 7 Tagen an muskuloskelettalen Schmerzen - und davon ca. 15% an schweren Schmerzen - litten; 60% hatten im letzten Jahr Schmerzen im muskuloskelettalen Bereich. Im Verlauf zeigten sich nur wenig Änderungen, nur bei einem Drittel der Befragten verbesserte sich der Schweregrad der Schmerzen um eine Stufe.
Risikofaktoren für diese Schmerzen sind:
Vorbestehende Schmerzen in anderen Körperbereichen, Alter, weibliches Geschlecht, besondere Ängstlichkeit, Depressivität, schwere körperliche Arbeit, geringe Arbeitszufriedenheit, Rauchen, Alkoholkonsum.
Die Zusammenhänge zwischen diesen Risikofaktoren und dem Verlauf der Beschwerden müssen noch weiter erforscht werden, um wirksamere Maßnahmen zur Vorbeugung und zur Therapie zu entwickeln.

Quelle: T. Kohlmann, Schmerz 2003: 17, 405-411

2003, Autor: Der Schmerz 2003

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