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Fachartikel

Mit dem Gift einer Meeresschnecke gegen Schmerzen - eine neue Hoffnung für Patienten

Forscher der Universität in Melbourne haben an eine Australische Firma (Metabolic Pharmaceuticals Limited) eine Lizenz vergeben, die sich auf ein neues Schmerzmittel bezieht, das aus dem Gift einer Meeresschnecke (Kegelschnecke) gewonnen wird.
Die Substanz (Ziconotide) wird von den Schnecken zur Lähmung von Gegnern eingesetzt. Das Gift hat sich bei mehr als 50% der Patienten bewährt, die bisher an kaum zu behandelnden Schmerzen im Zusammenhang mit Krebs oder AIDS litten. Auch bei Patienten mit neuropathischen Schmerzen zeigten sich gute Erfolge.
Ziconotide ist eine völlig neue Substanz, die nicht narkotisch wirkt, sich als 1000 mal stärker als Morphin erweist und keine Gewöhnung oder Sucht erzeugt. Es beeinflußt die Impulsübertragung an Nervenendigungen.

In einer Studie an 111 Patienten mit AIDS oder Krebs, die bereits mit Morphin therapiert wurden, zeigte sich bei 53% der mit Ziconotide Behandelten ein sehr starker Rückgang der Schmerzen.
Im wirksamen Dosisbereich traten nur leichte Nebenwirkungen wie Benommenheit und Blutdruckabfall auf.

Quelle: M. G. Byas-Smith et. al. JAMA 7. Jan. 2004

2004, Autor: JAMA

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