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Kniearthose (Gonarthrose)

Arthrosen werden als unspezifische Endprodukte unterschiedlicher mechanischer und biologischer Einflüsse, die zur Gelenkschädigung führen, aufgefaßt. Dadurch kommt es zu einer Störung beim Auf- und Abbau des Knorpels mit schub-weiser Entzündung in der Innenschicht der Gelenkkapsel und teilweise zur Knochenzerstörung.
Die Arthrosen des Kniegelenks treten in großer Häufigkeit auf. Es ist eine Erkrankung des Älterwerdens, die besonders Frauen betrifft. Bestimmte berufliche Einflüsse und sportliche Aktivitäten können als Mitverursacher angesehen werden.
Die Gonarthrose ist besonders häufig sekundärer Natur, wobei vorausgehende Störungen und Schäden zur Knorpelzerstörung und zur Arthrose führen.
Typische Zeichen sind: Ermüdungsgefühle in den Beinen nach starker Belastung, Schmerz an der Kniescheibe, Wärmegefühl, Beschwerden beim Aufstehen, Anlauf-Schmerz und -Steifigkeit, Empfindlichkeit gegen Kälte und sonst harmlose Verletzungen, vermehrte Gehunsicherheit an der Treppe und beim Bergabgehen.
Im weiteren Verlauf entstehen Gelenkergüsse und eine bleibende schmerzhafte Gelenksteifigkeit.
Treppengehen, Hockstellung und Hinknien wird vermieden. Oft wird durch Hinken eine Entlastung erreicht.

Behandlungsmethoden

Nicht-operative Maßnahmen: Vermeidung von Kälte und von langem Stehen, Schuhwerk mit Stoßdämpfung, Gymnastik, Radfahren, Schwimmen (auf dem Rücken), Nordic Walking.
Bei aktivierter Gonarthrose sind vorübergehende Schonung, Kühlung und entzündungshemmende, schmerzlindernde Medikamente (NSAR) notwendig.
Es kann auch mit Ultraschall, TENS, Akupunktur, Lokalanästhesie, Magnetfeldtherapie und Laser behandelt werden. Größere Ergüsse sollten punktiert werden, anschließend ist die Injektion eines Corticoids in das Gelenk hilfreich. Zur Stabilisierung des Knorpelstoffwechsels werden Injektionsserien mit Hyaluronsäure oder anderen Substanzen durchgeführt.
Operationen: neue Operationsmethoden ermöglichen eine gute Aussicht auf Heilung bzw. Besserung. Dementsprechend sollten auch unzureichende Wirkungen der anderen Behandlungsmaßnahmen bzw. Nebenwirkungen nicht zu lange hingenommen werden.
Bei mittelgradiger Gonarthrose wird heute meist arthroskopisch behandelt, eine symptomatische komplikationsarme Methode. Die Möglichkeiten der Endoprothesen (Gelenkersatz) haben sich in den letzten Jahren bedeutend verbessert. Die Implantate halten heute in mehr als 90% über einen Zeitraum von 5 bis 12 Jahren.

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