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Schmerzmittel-Kopfschmerzen

Die meisten Menschen, die unter Kopfschmerzen leiden, nehmen Medikamente zur Linderung. Selbstmedikation kann sinnvoll sein, wenn Hausmittel nicht mehr ausreichen. Es muß die richtige Dosis beachtet werden, es sollten nicht mehr als dreimal am Tag Schmerztabletten eingenommen werden, und spätestens nach drei Tagen muß der Arzt zu Rate gezogen werden. Analgetika, die mehrere Wirkstoffe enthalten (Mischanalgetika), lösen nicht selten bei häufiger Einnahme neue Kopfschmerzen aus. Sie werden häufiger, dauern immer länger, bis sich ein dumpf drückender Dauerkopfschmerz entwickelt. Es kann auch zu Migräne-artigen Anfällen kommen; oft wird Übelkeit und Verstärkung der Schmerzen bei körperlicher Anstrengung beobachtet. In vielen Fällen ergibt sich eine Unfähigkeit zur Berufsausübung. Der Grund liegt wahrscheinlich darin, daß die dauernde Senkung der Schmerzschwelle eine größere Schmerzempfindlichkeit bedingt. Das Führen eines Kopfschmerztagebuchs gibt Aufschluß über die monatliche Medikamentenmenge, die Schmerzdauer und besondere Einflüsse. Wichtig ist außerdem, daß während der Einnahme von Mischanalgetika, sonst bewährte Behandlungsmethoden ohne Erfolg bleiben.
Da der Konsum von Mischanalgetika oft auch zu Abhängigkeit führt, wird zunächst eine unter ärztlicher Kontrolle ambulant stattfindende Entzugsbehandlung notwendig, bevor die eigentlichen Schmerzen behandelt werden können.

Behandlungsmethoden

Die Patienten werden umfassend aufgeklärt und zur Entzugsbehandlung - oft unter Hilfestellung der Angehörigen - motiviert. Eine konsequente ambulante Entzugsbehandlung über zwei bis drei Wochen ist die Grundlage jeder weiteren Therapie. Angewandt werden unter anderem Infusionen, einfache und gegebenenfalls starke Analgetika nach einem festen Programm (zur Behandlung des Entzugkopfschmerzes), sowie verhaltenstherapeutische Maßnahmen. Eine Rückfallsprophylaxe wird angeschlossen, die aus medikamentösen und psychologischen Maßnahmen bestehen kann.

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