Cantharidenpflaster
Die Behandlung mit Cantharidenpflaster ist ein altes Naturheilverfahren, dessen Wirkung auf der Ausleitung von Lymphflüssigkeit und damit von schmerzverursachenden Schadstoffen durch die Haut basiert.
Der stark reizende Inhaltsstoff der "Spanischen Fliege", das Cantharidin, bewirkt eine lokale Entzündung, wodurch sich Lymphflüssigkeit mit schmerzverursachenden Stoffwechselprodukten in einer oberflächlichen Hautblase (wie bei einer leichten Verbrennung) sammelt. Die Durchblutung wird lokal gesteigert, der Stoffwechsel des unter dem Pflaster liegenden Gewebes wird angeregt. Narben bleiben nicht zurück, gelegentlich kann es für einige Wochen zu einer Verschiebung der Hautpigmentierung kommen.
Anwendungsgebiete
- Arthrosen
- Entzündungen mit Ergußbildung in Gelenken,
- an den Extremitäten und an der Wirbelsäule
- Schmerzhafte Muskel- und Sehnenverhärtungen
Behandlungsdauer
Vier bis fünf Termine innerhalb einer Woche sind notwendig für Pflasterapplikation, Ausleitung und sterilen Verbandswechsel.
Bemerkungen
Wegen der Giftigkeit des Cantharidins bei falscher Anwendung, sollte die Hautausleitung nur von erfahrenen Ärzten angewandt werden.
Siehe auch unter
Schröpfen