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Entzugsbehandlung beim Absetzen von Medikamenten und bei Medikamentenmißbrauch

Sofortiges Absetzen aller Schmerzmittel bei Dauerkopfschmerz im Zusammenhang mit ständiger und übermäßiger Anwendung von Kopfschmerzmitteln.

Rühren chronische Kopfschmerzen von einem Medikamentenmißbrauch her, dann ist der konsequente Entzug dieser Medikamente der wirksamste Therapieschritt. Rund 75 Prozent aller im Handel befindlichen Schmerzmittel sind sogenannte Kombinationspräparate, die bei längerer Anwendungsdauer erhebliche Nebenwirkungen haben und darüber hinaus bei zu häufiger Einnahme (>10x/Monat) selbst Schmerzen hervorrufen bzw. unterhalten können.
Erst nach der ambulanten Entzugsbehandlung kann der Grundschmerz, zu dem Migräne oder Spannungskopfschmerzen gehören, mit Aussicht auf Erfolg angegangen werden.
Eine Entzugsbehandlung hat Aussicht auf Erfolg, wenn der Patient den festen Willen hat, etwas gegen die chronisch werdenden Kopfschmerzen zu unternehmen. Die Erfolgsaussichten sind besonders günstig, wenn die Familie mit einbezogen wird und der Übergang von der Schonung zur Belastung allmählich und im gewohnten Umfeld erfolgen kann. Motivationserhaltende Gespräche in regelmäßigen Abständen können den Erfolg langfristig sichern.

Anwendungsgebiete

  • Mißbrauch von Mischanalgetika
  • Benzodiazepinabhängigkeit
  • Polytoxikomanie

Behandlungsdauer

In der Regel sind tägliche Behandlungssitzungen über zwei bis drei Wochen nötig.

Bemerkungen

Die ambulante Entzugsbehandlung besteht häufig aus Lokalanästhesie oder Akupunktur, Infusionstherapie und Gesprächstherapie.

Siehe auch unter

Kombinationsschmerzmittel, medikamenteninduzierter Kopfschmerz

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