Thermographie
Mit der Thermographie können Störungen des vegetativen Nervensystems und Schmerzzustände relativ erfaßt werden; besonders geeignet zur Therapieverlaufs-Kontrolle.
Mit der Thermographie wird die Wärmeabstrahlung der Haut gemessen.
Da die Wärmeregulation über das gleiche vegetative Nervensystem gesteuert wird wie der Schmerz, lassen sich durch Störungen der Wärmeregulation der Haut indirekt Rückschlüsse auf den nicht ohne weiteres objektiv messbaren Schmerz ziehen.
So dient die Thermographie besonders zur Verlaufskontrolle der Schmerztherapie, d.h. nach jeweils ca. fünf Behandlungssitzungen wird eine Kontrollmessung durchgeführt. Hierbei wird die Infrarotabstrahlung bestimmter Bereiche der Körperoberfläche mit einer Thermokamera an 62 anatomisch exakt lokalisierbaren Körpermesspunkten in einem Abstand von zehn Minuten zweimal gemessen.
Die Differenzwerte werden graphisch im Thermogramm dargestellt und die Ergebnisse mit den Werten beschwerdefreier Menschen verglichen. Auffälligkeiten werden mit Hilfe des Computers errechnet.
Anwendungsgebiete
- Individuelle Schmerzmessung
- Verlaufskontrolle während der Therapie
Behandlungsdauer
Die Messung dauert eine halbe Stunde. Sie wird in der Regel zu Beginn der Schmerztherapie, nach ca. fünf Behandlungssitzungen und am Ende durchgeführt.
Bemerkungen
Während Algopressuremetrie zum Teil objektiv Schmerzen messen kann, sind Ryodoku und Thermographie wertvolle relative Meßinstrumente, besonders zur Verlaufskontrolle einer Schmerztherapie.
